Der Buchklassiker...
1955 erschien im Zwingli-Verlag das Kinderbuch Mein Name ist Eugen, eine
heitere Ansammlung von Bubenstreichen und Abenteuern, geschildert aus der
Sicht des 12-jährigen Eugens. Ähnlich wie die Bücher von Erich Kästner in
Deutschland wurde Mein Name ist Eugen zu einem Kultbuch der
heranwachsenden Schweizer Nachkriegsgeneration und entwickelte sich rasch zu
einem Bestseller. Das Buch verkaufte sich innert der ersten 10 Jahre 54'000
Mal und geht heute noch etwa 2000 Mal jährlich über den Ladentisch.
Insgesamt wurden bis dato ca. 200'000 Exemplare verkauft. Damit gehört Mein
Name ist Eugen neben "Heidi" zu den erfolgreichsten und bekanntesten
Schweizer Kinderbüchern. Immer wieder taucht das Buch in Magazinen unter der
Kategorie "Ihr liebstes Buch" von Schweizer Persönlichkeiten auf und wird im
Schulunterricht behandelt.
Die Sprache des Buches erinnert denn auch bewusst an Schulaufsätze, sie ist
gespickt mit Helvetismen und eigenen Wortkreationen. Es ist diese Sprache,
welche dem Buch seinen einzigartigen Charme verleiht und den Leser jeden
Alters schnell in Eugens eigene Welt eintauchen lässt.
Das Buch berichtet von den Alltagssorgen und -freuden von Eugen und seinem
besten Freund Wrigley (der so heisst, weil er dauernd Kaugummis der Marke
Wrigley kaut). Die beiden erleben zusammen die verrücktesten Geschichten.
Die dummen Ideen stammen meistens von Wrigley - und regelmässig münden deren
Ausführung in kleinere und grössere Malheurs - sehr zum Ärger der
Erwachsenen natürlich, aber sehr zur Freude der Buben, versteht sich.
Haupthandlungsort des Buches ist das Haus, in welchem Eugen und Wrigley mit
ihren Familien wohnen, ein Ort mit "Lausbubengeschichte", wohnte früher
darin doch Fritzli Bühler, der König aller Lausbuben. Einige Schandtaten von
Fritzli Bühler geistern noch immer durch Bern und betreffen vor allem die
arme Tante Melanie, welche die aktive Zeit Fritzli Bühlers noch leidvoll in
Erinnerung hat, wobei genau da auch ihr Problem liegt: die gute Dame
verliert langsam die Orientierung. Eugen führt uns im Buch durch seine Welt
- er stellt uns seine Familie vor, die Schule mit den dazugehörigen,
ungeliebten Lehrern und weitere Protagonisten wie der starke, aber etwas
unterbelichtete Eduard oder der aus sehr gutem Hause stammende Bäschteli.
Die Viererkombo mit Eugen, Wrigley, Eduard und Bäschteli steht im Verlauf
des episodenhaften Buches im Mittelpunkt. Zusammen gehen sie ins Tessin ins
Pfadilager und machen sich von dort auf die Suche nach dem König der
Lausbuben, Fritzli Bühler, der angeblich in Zürich wohnt. Natürlich treffen
sie in Zürich zuerst auf den falschen Fritzli Bühler, doch dann...
Wenn du das Buch noch nicht kennst, kannst du in dieser Leseprobe ein bisschen rein schnuppern.
Der Autor des Buches
Autor des Buches "Mein Name ist Eugen" ist Klaus Schädelin. Er wurde 1918 an der Herrengasse in Bern geboren,
absolvierte ein Theologiestudium und wurde danach Pfarrer in Attiswil (Kanton Bern), Hünibach und schliesslich in Bern
an der Petruskirche. Er wurde als Gemeinderat der Stadt Bern gewählt, wo er 16 Jahre lang als städtischer Fürsorge-
und Gesundheitsdirektor amtierte. Klaus Schädelin starb im Dezember 1987.
Das Buch wurde von Ruedi Schnyder illustriert. Prof. Dr. Rudolf Schnyder, von Zürich, geb. 1931, Kunsthistoriker,
bis 1996 Leiter der Abteilung Keramik am Schweizerischen Landesmuseum in Zürich und Extraordinarius an der
Universität Zürich.
|